Die versteckten Kosten von Gastronomie-Software
Was ein Restaurant wirklich fuer seine Technologie bezahlt: der beworbene Preis, die Mehrkosten nach Vertragsabschluss und die weitaus hoeheren Kosten der Ineffizienzen, die die Software nicht loest.
Wichtigste Ergebnisse des Berichts
Der Listenpreis eines Kassensystems ist nur die Spitze des Eisbergs. Diese vier Kennzahlen fassen zusammen, was wir bei der Analyse des Kostenmodells von Gastronomie-Software festgestellt haben.
Die 3-Jahres-Gesamtkosten (TCO) eines traditionellen Kassensystems betragen in der Regel das Doppelte oder Dreifache der beworbenen Gebuehr, wenn Hardware, Wartung, Module und zusaetzliche Lizenzen hinzukommen.
Fast die Haelfte der Technologieausgaben eines traditionellen Restaurants fliesst in produktfremde Posten: proprietaere Hardware, Wartungsvertraege und Installation.
Vertraege im Vertriebs-Modell binden das Restaurant 2 bis 4 Jahre, mit Strafen gekoppelt an die Hardware-Finanzierung.
Die groessten versteckten Kosten stehen nicht auf der Software-Rechnung: Sie liegen in den Ineffizienzen, die eine nicht vernetzte Software nicht loest - Schwund, Verwaltungsstunden und Kassendifferenzen.
Richtwerte auf Basis oeffentlich verfuegbarer Tarife von Herstellern und Vertriebspartnern des spanischen Marktes, Gespraechen mit Gastronomen waehrend Migrationsprozessen und Branchenstudien. Es werden keine Preise konkreter Anbieter zitiert.
Anatomie der Kosten: Die 6 Schichten der Technologierechnung
Das Verkaufsgespraech eines traditionellen Kassensystems nennt eine Zahl - die monatliche Gebuehr oder die Lizenz - doch die tatsaechlichen Ausgaben bestehen aus sechs Schichten, die selten gemeinsam praesentiert werden.
1. Software-Lizenz
Die beworbene Zahl. Im traditionellen Modell wird sie pro Terminal und manchmal pro Benutzer multipliziert: Die Bar-Kasse, das Terrassen-Tablet und die Kellner-Bestell-App koennen drei separate Lizenzen sein.
2. Proprietaere Hardware
Geschlossene Touchscreen-Terminals, die ein Vielfaches ihres Standard-Tablet-Aequivalents kosten und nur mit der Software des Herstellers funktionieren. Gekauft oder, schlimmer, geleast: eine weitere Gebuehr, die nie endet.
3. Installation und Einrichtung
Der Besuch des Vertriebstechnikers zur Installation, Verkabelung und Konfiguration wird separat berechnet. Bei Cloud-Systemen mit Standard-Hardware tendiert dieser Posten gegen Null.
4. Wartungsvertrag
Eine jaehrliche Gebuehr fuer Support, Backups und Updates - Dienste, die Cloud-Software standardmaessig beinhaltet. Die unsichtbarste Schicht: Sie verlaengert sich jedes Jahr automatisch.
5. Zusatzmodule
Inventar, Reservierungen, erweiterte Berichte, Kuechenanzeige, Lieferservice: Im Stueckmodell ist jeder neue Bedarf eine neue Zeile auf der Rechnung. Das Komplettsystem kostet das 2- bis 3-Fache des Einstiegspreises.
6. Ausstieg und Strafen
Bindungsfristen von 24-48 Monaten, Strafen bei vorzeitiger Kuendigung und in manchen Faellen Kosten fuer den Export der eigenen Daten. Der Preis des Gehens ist die Schicht, die man erst am Ende entdeckt.
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